Die nachfolgend definierten strategischen Prinzipien leiten sich direkt aus den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen ab. Sie übersetzen die grundlegenden Annahmen und Zielsetzungen in verbindliche Leitlinien für alle weiteren Entscheidungen im HomeRZ.
Während die Rahmenbedingungen den Handlungsspielraum beschreiben, definieren die strategischen Prinzipien, wie innerhalb dieses Rahmens entschieden wird. Sie stellen damit sicher, dass Einzelentscheidungen nicht isoliert getroffen werden, sondern einem konsistenten Gesamtbild folgen.
Die Prinzipien sind bewusst technologieunabhängig formuliert. Sie beschreiben keine konkreten Implementierungen, sondern geben eine Richtung vor, an der sich Design, Transition und Betrieb orientieren. Dadurch behalten sie auch bei Änderungen einzelner Komponenten oder Architekturen ihre Gültigkeit.
Gleichzeitig dienen sie als Bewertungsmaßstab:
Jede Entscheidung – sei es bei der Auswahl von Technologien, der Struktur von Services oder der Priorisierung von Maßnahmen – muss sich an diesen Prinzipien messen lassen. Abweichungen sind möglich, jedoch stets bewusst zu treffen und nachvollziehbar zu begründen.
Die Prinzipien stehen dabei nicht isoliert nebeneinander, sondern bilden ein zusammenhängendes System. Einzelne Aspekte können in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen (z. B. Stabilität gegenüber Flexibilität). In solchen Fällen ist keine absolute Regel anzuwenden, sondern eine bewusste Abwägung im Kontext des Gesamtsystems erforderlich.
Ziel ist es, eine konsistente, nachvollziehbare und langfristig betreibbare Architektur zu gewährleisten, die sowohl den technischen Anforderungen als auch den definierten Rahmenbedingungen – insbesondere dem Betrieb im privaten Umfeld – gerecht wird.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die einzelnen strategischen Prinzipien im Detail und konkretisieren deren Anwendung.