Vor und während jeder Transition sind die relevanten Abhängigkeiten eines Services ausdrücklich zu identifizieren, zu bewerten und sichtbar zu machen. Dazu gehören technische Voraussetzungen ebenso wie Auswirkungen auf andere Services, Plattformen, Datenflüsse, Betriebsverfahren und Überwachungslogiken.
Dieses Prinzip ist für gewachsene Umgebungen besonders wesentlich, weil Änderungen selten isoliert wirken. Ein neuer oder geänderter Service kann auf bestehende Dienste angewiesen sein, seinerseits neue Abhängigkeiten erzeugen oder bisherige Beziehungen verändern. Werden diese Zusammenhänge nicht explizit gemacht, steigt das Risiko unerwarteter Folgeeffekte erheblich.
Die explizite Behandlung von Abhängigkeiten trägt daher dazu bei, Transition nicht als lokale Maßnahme, sondern als Eingriff in ein Gesamtgefüge zu begreifen. Erst dadurch wird die Veränderung fachlich und betrieblich belastbar einordenbar.