Der Regelbetrieb ist vom Änderungsbetrieb klar zu unterscheiden. Was der Stabilisierung, Überwachung und Aufrechterhaltung des produktiven Zustands dient, ist begrifflich und praktisch etwas anderes als eine Veränderung des Systems. Diese Unterscheidung muss auch im Alltag bewusst eingehalten werden.
Dieses Prinzip schützt den laufenden Betrieb davor, schleichend zum Experimentierfeld zu werden. Viele operative Risiken entstehen nicht aus großen geplanten Umbauten, sondern daraus, dass kleinere Änderungen „nebenbei“ im Regelbetrieb vorgenommen werden. Dadurch verschwimmen Zustände, Verantwortlichkeiten und spätere Analysen. Genau dies soll vermieden werden.
Trennung von Betrieb und Veränderung bedeutet damit, dass auch kleine Anpassungen als solche erkannt und eingeordnet werden. Nicht jeder Eingriff braucht eine große Transition, aber jeder Eingriff braucht die klare Entscheidung, ob er Teil des Betriebs oder Teil einer Veränderung ist.