Wiederkehrende betriebliche Aufgaben sollen nach einheitlichen, nachvollziehbaren und möglichst konsistent dokumentierten Mustern durchgeführt werden. Standardisierte Betriebsabläufe schaffen Verlässlichkeit und reduzieren die Abhängigkeit vom situativen Gedächtnis oder von spontanen Einzelentscheidungen.
Dieses Prinzip ist gerade im Einzelbetreiber-Modell ein wesentlicher Stabilitätsfaktor. Wo keine organisatorische Breite durch verschiedene Rollen vorhanden ist, muss Wiederholbarkeit aus dem Verfahren selbst entstehen. Ein standardisierter Ablauf für Wartung, Prüfung, Entstörung oder Nachverfolgung ist betriebspraktisch wertvoller als eine Vielzahl individueller Vorgehensweisen.
Standardisierung von Betriebsabläufen bedeutet daher, den Alltag des Systems bewusst in geordnete Muster zu überführen. Dies verbessert Geschwindigkeit, Fehlerarmut, Dokumentierbarkeit und externe Lesbarkeit gleichermaßen.