Betrieb soll nach Möglichkeit auf klar erkennbare Ereignisse, Zustandsänderungen und definierte Auslöser reagieren, nicht erst auf bereits eingetretene sichtbare Schäden oder subjektiv wahrgenommene Probleme. Ziel ist ein Betrieb, der frühzeitig steuert, statt erst verspätet zu reagieren.
Dieses Prinzip baut auf dem Monitoring-Prinzip auf, geht aber darüber hinaus. Es genügt nicht, Daten zu sammeln; sie müssen auch so genutzt werden, dass sie operative Handlungspunkte erzeugen. Service Operation soll nicht erst dann aktiv werden, wenn ein Dienst bereits vollständig ausgefallen ist, sondern möglichst schon bei degradierenden Zuständen, relevanten Warnlagen oder sich abzeichnenden Grenzüberschreitungen.
Ereignisgetriebene Steuerung erhöht damit die operative Vorausschau und reduziert den Anteil rein hektischer Entstörung. Sie macht den Betrieb strukturierter und ermöglicht ein kontrollierteres Handeln, bevor aus Auffälligkeiten tatsächliche Störungen werden.