Jede wesentliche Interaktion im Gesamtsystem soll grundsätzlich beobachtbar, nachvollziehbar oder zumindest in ihrer Wirkung erkennbar sein. Kommunikation darf nicht in einem Maß im Verborgenen stattfinden, das Analyse, Betrieb oder Entstörung unzumutbar erschwert.
Dieses Prinzip folgt unmittelbar aus dem Anspruch eines betriebsorientierten Service Designs. Interaktionen, die nicht sichtbar gemacht, protokolliert oder diagnostisch erfasst werden können, entziehen sich der gezielten Bewertung und werden im Störungsfall schnell zur Blackbox. Das widerspricht dem Ziel einer kontrollierbaren und nachvollziehbaren Architektur.
Beobachtbarkeit bedeutet dabei nicht lückenlose Überinstrumentierung jeder einzelnen Verbindung. Gemeint ist vielmehr, dass die wesentlichen Kommunikationsbeziehungen des Systems nicht unsichtbar bleiben dürfen. Erst wenn Interaktionen beobachtbar sind, wird das Gesamtsystem auch in seinem tatsächlichen Verhalten lesbar.