Die Kommunikation zwischen Services nutzt das Netzwerk als strukturiertes und verlässliches Transportmedium, nicht als verdeckte Trägerschicht fachlicher oder architektonischer Sonderlogik. Das Netzwerk soll Kommunikation ermöglichen, segmentieren und absichern, nicht jedoch Unklarheiten anderer Ebenen kompensieren.
Dieses Prinzip konkretisiert die netzarchitektonische Grundentscheidung auf Ebene der Service-Interaktion. Dienste sollen nicht deshalb miteinander interagieren können, weil das Netz über Sonderrouten, historische Freigaben oder implizite Annahmen irgendwie passende Bedingungen herstellt. Vielmehr soll das Netzwerk die architektonisch gewollte Kommunikation tragen, nicht definieren.
Dadurch bleibt die Interaktion zwischen Services auch auf der Transporteebene klar lesbar. Kommunikation entsteht aus der Architektur der Dienste und ihrer Ebenenbeziehungen, nicht aus intransparenter Netzlogik. Das stärkt Konsistenz, Wartbarkeit und betriebliche Nachvollziehbarkeit gleichermaßen.