Kommunikation zwischen Services soll über klar definierte, nachvollziehbare und möglichst standardisierte Protokolle und Schnittstellen erfolgen. Interaktion darf nicht auf stillschweigenden Annahmen, unscharfen Übergängen oder nur historisch erklärbaren Sonderwegen beruhen.
Dieses Prinzip stellt sicher, dass das Zusammenspiel der Services nicht nur technisch funktioniert, sondern auch lesbar, dokumentierbar und langfristig beherrschbar bleibt. Schnittstellen sind nicht bloße Übergabepunkte technischer Daten, sondern wesentliche architektonische Grenzen. Ihre Klarheit entscheidet mit darüber, ob Modularität, Austauschbarkeit und kontrollierte Weiterentwicklung tatsächlich möglich bleiben.
Protokoll- und Schnittstellenklarheit verhindert damit, dass Interaktionen zwar faktisch vorhanden, aber nur unzureichend verstanden sind. Sie trägt dazu bei, dass Service-Beziehungen nicht von implizitem Detailwissen abhängig bleiben, sondern nachvollziehbar beschrieben und belastbar betrieben werden können.