Seitwärtsinteraktionen zwischen gleichrangigen Services oder innerhalb derselben Ebene sollen nicht unkontrolliert als Vielzahl direkter Einzelbeziehungen entstehen, sondern nach Möglichkeit über definierte zentrale Dienste, gemeinsame Datenquellen oder klar geregelte Schnittstellen erfolgen. Seitwärtskommunikation ist damit nicht ausgeschlossen, wird aber bewusst strukturiert.
Dieses Prinzip dient der Vermeidung lateraler Verflechtungen, die die Ebenenstruktur zwar formal bestehen lassen, sie praktisch jedoch unterlaufen. Wenn gleichrangige Services in immer mehr direkte Einzelbeziehungen geraten, entsteht schnell ein unübersichtliches Netz wechselseitiger Abhängigkeiten. Die Architektur verliert dadurch an Klarheit und die betriebliche Analyse an Eindeutigkeit.
Kontrollierte Seitwärtsinteraktion sorgt deshalb dafür, dass Kooperation innerhalb einer Ebene möglich bleibt, ohne die Gesamtstruktur zu entwerten. Sie bewahrt die Lesbarkeit des Systems und begrenzt die Entstehung unkontrollierter Querbeziehungen.