Jede Service-Ebene soll nur die Verantwortung für diejenigen Interaktionen tragen, die ihrer Rolle im Gesamtsystem entsprechen. Verantwortung für grundlegende Leistungen verbleibt bei den tragenden Ebenen, Verantwortung für fachnahe Nutzung bei den darauf aufbauenden Schichten. Damit werden technische Kommunikation und architektonische Zuständigkeit bewusst miteinander in Einklang gehalten.
Dieses Prinzip stellt sicher, dass Interaktion nicht zu einer Verwischung von Rollen und Verantwortlichkeiten führt. Eine Ebene soll weder Aufgaben an andere Ebenen abgeben, die ihrer eigenen Funktion entsprechen, noch umgekehrt Verantwortung für Leistungen übernehmen, die außerhalb ihres architektonischen Zuschnitts liegen. Kommunikation darf Zusammenarbeit ermöglichen, soll aber keine begriffliche oder betriebliche Unschärfe erzeugen.
Ebenengerechte Verantwortung stabilisiert damit die innere Ordnung des Service-Designs. Sie sorgt dafür, dass die Ebenen nicht nur technisch unterscheidbar bleiben, sondern auch in ihrer Zuständigkeit und ihrem Beitrag zum Gesamtsystem klar voneinander abgegrenzt sind.