Zwischen Services sollen Kommunikationsbeziehungen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Nicht jede technisch mögliche Kopplung ist auch architektonisch sinnvoll. Ziel ist es, die Zahl der Kommunikationswege gering, ihre Funktion klar und ihre Auswirkungen beherrschbar zu halten.
Dieses Prinzip ergänzt die Abhängigkeitsminimierung um die Perspektive der laufenden Interaktion. Jeder zusätzliche Kommunikationsweg erhöht die Zahl möglicher Fehlerstellen, erschwert die Dokumentation und steigert die Komplexität des Gesamtsystems. Kommunikation soll daher nicht aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder technischer Opportunität entstehen, sondern aus klarer funktionaler Notwendigkeit.
Die Minimierung von Kommunikationswegen trägt dazu bei, dass die Schichtenarchitektur nicht durch eine Vielzahl von Einzelverbindungen unterlaufen wird. Weniger, aber klar begründete Kommunikationsbeziehungen erhalten die Lesbarkeit und Stabilität des Systems besser als eine hohe Zahl lose kontrollierter Interaktionen.