Auf die in der Service Strategy beschriebenen Zielsetzungen, Leitlinien und Grundentscheidungen folgt mit dem Service Design die Überführung dieser strategischen Grundlage in ein belastbares technisches und organisatorisches Zielbild. Während die Strategie vor allem die Frage beantwortet, warum das Home-Rechenzentrum so ausgerichtet ist, beschreibt dieses Kapitel, wie diese Vorgaben in eine konsistente und tragfähige Service-Architektur übersetzt werden.
Service Design bildet damit die Brücke zwischen strategischem Anspruch und konkreter Ausgestaltung. Betrachtet werden nicht nur einzelne technische Komponenten, sondern vor allem deren Zusammenspiel: Services, Abhängigkeiten, Zuständigkeiten, Schnittstellen, Schutzbedarfe, Betriebsmodelle und Gestaltungsprinzipien. Ziel ist eine Umgebung, die funktional, beherrschbar und nachvollziehbar aufgebaut ist und zugleich den Rahmenbedingungen eines privat betriebenen Rechenzentrums gerecht wird.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Maximierung technischer Möglichkeiten, sondern die Entwicklung eines stimmigen, wartbaren und betrieblich tragfähigen Gesamtdesigns. Entscheidungen werden daher nicht isoliert nach Einzelfunktion getroffen, sondern aus der Gesamtarchitektur, dem späteren Betrieb und den realen Anforderungen an Stabilität, Sicherheit, Erweiterbarkeit und Verständlichkeit abgeleitet.
Das Kapitel schafft damit die konzeptionelle Grundlage für die nachfolgenden Umsetzungen. Es definiert, nach welchen Entwurfsprinzipien Services aufgebaut, voneinander abgegrenzt und in die Gesamtstruktur des Home-Rechenzentrums eingeordnet werden.