Verbesserungen gelten erst dann als sauber vollzogen, wenn nicht nur ihre technische Umsetzung erfolgt ist, sondern auch ihre Zielsetzung, Einordnung, Auswirkung und ihr neuer Sollzustand nachvollziehbar dokumentiert sind. CSI verändert nicht nur Systeme, sondern auch das Wissen über diese Systeme.
Dieses Prinzip ist in einer gewachsenen Umgebung unverzichtbar. Jede nicht dokumentierte Verbesserung erzeugt eine Lücke zwischen realem Betrieb und beschriebener Architektur. Auf Dauer untergräbt das nicht nur die Lesbarkeit des Systems, sondern auch die Nachvollziehbarkeit späterer Entscheidungen. Verbesserung darf daher nicht stillschweigend in den Bestand einsickern.
Dokumentationspflicht bedeutet dabei nicht übermäßige Bürokratie, sondern konsequente Konsistenz. Was verbessert wurde, warum es verbessert wurde und welche Wirkung diese Verbesserung entfalten soll, muss im Systemwissen erkennbar bleiben. Nur so wird aus lokaler Änderung belastbare Weiterentwicklung.